Die Geraden in einer Fährte werden als Schenkel bezeichnet.
Beginne die Ausbildung mit dem Welpen oder auch älteren Hund bei
optimalen Witterungs- und Bodenverhältnissen und achte dabei auf
Rückenwind.
Je
nach Suchgeschwindigkeit Deines Hundes, passe Deine Schrittfolge an. Folgende 3 Möglichkeiten
stehen Dir zur Verfügung:
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Solltest Du einen ruhigen Hund haben, kannst Du
die normale Schrittfolge beibehalten.
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Wenn der Hund aber zu viele Leckerli überläuft,
wähle die mittlere Schrittfolge.
- Kannst Du deinen Hund kaum bremsen, dann wähle
am Anfang die Schrittfolge ganz rechts.
Wenn der Hund gelernt hat alle Futterbrocken aufzunehmen,
kannst Du wieder zur normalen Schrittfolge zurückkehren.
Liegezeit der Fußspur beträgt ca. 20 Minuten.
Wenn Ihr die Fährte gelegt habt, lasst den Hund noch mal richtig
auslaufen.
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Der Hund wird Schrittweise
aufbauen. Deshalb beginnen wir die ersten 10 bis 20 Fährten nur
mit einem Abgang
und ca. 20 Schritte. In jedem Fußabdruck wird in die Verse ein Leckerli
gelegt. Dies soll den Hund dazu veranlassen, jeden einzelnen
Fußabdruck zu überprüfen und intensiv zu suchen.
Anmerkung: Ich persönlich lege meine ersten, kürzeren Fährten immer, in
dem ich mich rückwärts auf der Fährte bewege. Dies hat den Vorteil,
dass ich die Leckerli genau am tiefsten Punkt platzieren kann und sie z.B. in weichem
Ackerboden nicht mehr verschüttet werden können. Ich empfinde es
auch als deutlich weniger anstrengend. Probiert es einfach aus und
entscheidet Euch selbst.
Jede Fährte hat ein für den Hund deutlich erkennbares Ende. Am
besten eine große Portion Futter und viel Lob.
Dies macht Ihr so lange, bis der Hund die ersten 20 Schritte sicher ausgearbeitet
.
Erst wenn dies gewährleistet ist sollte die Schrittzahl langsam erhöht
werden. Macht aus 30 - 50 Schritt und verfahrt wie vorher. Erst
wenn der Hund wiederum diese 50 m sicher ausarbeitet, erhöhen wir
langsam die Anforderungen. Gewöhne den Hund daran, auch bei Seitenwind
seine Fährtespur nicht zu verlassen und mit tiefer Nase zu suchen. Hat
er eine gute Wind- und Wegsicherheit bei günstigen Boden erreicht,
lasse ihn bei jedem Wetter suchen, damit er sich auch daran gewöhnt.
Dann übe auch auf unterschiedlichem Gelände.
So baut Ihr den ersten Schenkel weiter auf, bis zu einer Länge von 100 -
150 m.
Hat er all diese Anforderungen bewältigt und sucht sicher die Fährte
ab, beginne bei günstiger Witterung wieder auf idealem Gelände mit der
Einarbeitung der Winkel.
Ausarbeitung:
Haltet Euren Hund beim Fährten nicht an der Leine zurück. Dies würde
dazu führen, dass der Hund lernt in der Fährte an der Leine zu ziehen ziehen,
was dann zu Unkonzentriertheit in der Arbeit führen kann. Es ist auch
sinnvoll immer mit mehreren Leuten Fährten zu gehen, der Hund kann sich
so gleich an gewisse Ablenkungen gewöhnen.
Auch passiert Unbeherrschtheiten seltener, wenn man sich vielleicht über den Hund bei der Fährtenarbeit
ärgert und böse wird. Eine Gruppe oder einzelne Personen
halten einen eher davon ab, als wenn man alleine unterwegs ist. Auch hat
diese Gruppe noch eine weitere positive Funktion, sie sieht die Arbeit
mit anderen Augen und aus einer anderen Perspektive und so kann man sich
über die geleistete Arbeit austauschen, sich beraten und Fehlern evtl.
vorbeugen.
Damit der Hund lernt selbständig zu Arbeiten, werden nur wenig Kommandos
benutzt und auch Lob nur sehr sparsam eingesetzt. Zu Anfang wird einmal
das Kommando "Such" verwendet, setzt er es um kann ich Mal
kurz als Bestätigung Loben, macht er seine Arbeit, greife ich nicht
ein, auch wenn er kurz und nur in geringer Distanz die Fährte
verlässt, werde ich nicht sofort aktiv, sondern gebe ihm die
Möglichkeit, sich selbst wieder auf die richtige Spur zu bringen, dann
lobe ich ihn wieder kurz.
Ich habe schon Hunde kennengerlernt, die sich nur auf die Kommentare
ihrer HF verlassen haben, wenn von diesen dann plötzlich nichts mehr
kam, waren sie fast am verzweifeln. Also lasst den Hund selber suchen
und "sagt ihm nicht wo es lang geht!".